Heilpraxis

Susanne Karwehl

Keine Erfahrung wird je vergessen...


Wir leben in einer traumatisierten Gesellschaft.

In meinen Begegnungen mit Menschen, mit Müttern und Vätern im Rahmen meiner Hebammentätigkeit, kann ich das beobachten und bestätigen.
Aber auch Neugeborene und Ungeborene zeigen durch ihr Verhalten, ihre Mimik und Gestik Zeichen von frühem Trauma.

Trauma, was ist das?
Es klingt dramatisch und der erste Impuls ist häufig, dass Menschen davon nicht wissen wollen (vermutlich, weil ihre eigenen unbewussten Verletzungen "angesprochen" werden). Ich finde es aber wichtig an dieser Stelle kurz zu erläutern, was ich im Folgenden unter Trauma verstehe.
Ein Trauma ist im "innersten Kern ein Nah-Tod-Erleben oder eine extreme Form von Verlassenheit", so Franz Renggli.
Etwas geschieht viel zu schnell und zu heftig, so dass der Betreffende überwältigt wird, die Orientierungsmöglichkeit verliert und selbstregulierende Funktionen nicht mehr in der Lage sind, die Wahrnehmungen zu regulieren. Peter Levine hat sich intensiv mit Trauma und seinen Folgen beschäftigt.
Menschen halten Traumaenergie in ihren Körpern fest, was zu unterschiedlichen Formen von Muskelverspannungen und körperlichen und emotionalen Störungen führt.
Immer dann, wenn ein Mensch Situationen erlebt, in denen oder durch die er den Boden unter den Füßen zu verlieren droht, wenn er emotional aus dem Gleichgewicht gerät, körperliche Symptome verspürt, die ihm unangenehm oder schmerzhaft sind, immer dann ist ein früh erlebtes Trauma wieder berührt. Und zwar meist aus der vorsprachlichen Zeit.
Allgemein kann man sagen: immer wenn heftige Emotionen (positiv oder negativ) bei einem Menschen angesprochen werden, dann ist jeweils eine alte und heftige vorsprachliche Erfahrungs - und Erlebnisweise reaktiviert.


All die Jahre habe ich beobachtet, wie Erwachse und auch die Kleinsten darum ringen, mit all den Auswirkungen ihrer Traumatisierung im Leben zurecht zu kommen. Und hier sind Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft besonders sensible Lebensabschnitte für alle.
Und ich habe mich gefragt, wie mache ich Eltern sensibel für die tiefen eigenen Verletzungen, die so weitreichende Folgen für das Ungeborene, den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt haben, für das Leben dieses neuen Menschenkindes und für die Liebesfähigkeit der Eltern untereinander, die Gestaltung ihrer Elternschaft.

Es braucht einen heilenden, schützenden Raum und viel Vertrauen und Mut, um sich den tief im eigenen Inneren gespeicherten Verletzungen aus früher Zeit zu öffnen, ohne Angst haben zu müssen, wieder den Boden unter den Füßen zu verlieren. (Insofern ist es selbstverständlich, dass niemand aufgefordert wird, das eigene Trauma noch einmal durchleben oder durchleiden zu müssen. Retraumatisierung ist in keinem Fall der Weg.)
Dieser heilende und schützende Raum ist im Rahmen der Hebammenbetreuung nicht gegeben und nicht möglich.

Ich bin selber den langen Weg der Heilung gegangen, habe Menschen getroffen, die mir zur Seite standen und mir Halt gaben, um mich meinen tiefen Verletzungen, tiefer Einsamkeit und vorgeburtlichen Traumata zu stellen,um Heilung geschehen zu lassen.

Dass Heilung geschehen kann, dass bedingungslose Liebe gefühlt, erfahren und weiter gegeben werden kann, dass körperliches und emotionales Wohlbefinden das Leben von uns allen erfüllen möge, das ist mein tiefer Wunsch und Antrieb, diesen Raum für Sie bereit zu halten.


Ich treffe mich vorab mit Ihnen für ein Vorgespräch in meiner Praxis, in der ungestörter Raum ist, um Ihr Anliegen zu klären.

Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf, wenn Sie sich angesprochen fühlen, Informationen wünschen oder einen Termin mit mir vereinbaren möchten.

Ich freue mich auf Sie!